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Frühgeborene 1-2017: Entwicklungsprognosen

Frühgeborene 1-2017: Entwicklungsprognosen

 

 

"Wie wird sich mein Kind entwickeln?" "Mit welchen Beeinträchtigungen ist möglicherweise zu rechnen?" "Ab wann können wir als Eltern sicher sein, dass alles in Ordnung ist?" Das sind mit die brennendsten Fragen für Frühchen-Familien. Beantworten lassen sie sich oft erst verlässlich nach mehreren Jahren. Betroffene Eltern haben uns rückblickend ausführlich von ihren Erfahrungen berichtet.  

Nicolette K.: "Mein Sohn wurde mit 1000 Gramm in der 29. SSW geboren. Ich hatte eine Plazentainsuffizienz. Eine große emotionale Herausforderung war das Wissen, dass ich ein so frühes Frühchen auf die Welt bringen werde und nicht wusste, was alles auf mich zukommt. Eine Woche wurde mir Lungenreife gespritzt, dann musste er raus. Der behandelnde Oberarzt hat sehr offen und ehrlich mit mir gesprochen, so dass ich im Kopf wusste, was passieren kann....im Herz natürlich nicht. Ich wäre sehr gerne, wie alle Mütter, immer bei ihm geblieben. Abends nach Hause zu müssen war schlimm. Tagsüber kamen manchmal Eltern mit ihren älteren Frühchen vorbei. Das gab mit Mut und Zuversicht. Mein Sohn hat seinen Klinikaufenthalt komplikationslos durchlaufen.Therapien und Förderangebote mussten wir nicht nutzen. Ich habe einfach alles gemacht, was alle machen: Babymassage, Babyschwimmen, PEKIP, Krabbelgruppe....Im ersten Jahr war mein Sohn nachts am Monitor. Das war zwar auf der einen Seite beruhigend, allerdings hatten wir oft Alarm...laut der Auswertung immer Fehlalarme bis auf 2x. Es war für mich normal, ihn immer überall hin mitzunehmen. Zu Beginn habe ich ihn immer im Tuch getragen, auch zu Hause. Sport war und ist für meinen Sohn völlig normal und gehört in das Leben. Anfangs wurde mir mitgeteilt, dass Frühchen sehr häufig an Konzentrationsschwierigkeiten leiden und ich mich darauf einstellen soll, dass er schulisch eher Schwierigkeiten haben wird. Er war bis in die Grundschule entwicklungsverzögert und hat Zeit gebraucht zu lernen. Dann war alles aufgeholt und es gab keinen Unterschied mehr zu Normalgeboreren. Heute ist mein Sohn 17 Jahre und wird 2018 ein gutes Abitur machen. Er war ein halbes Jahr bei einer Gastfamilie in Australien. Und er liebt Football...und strebt darüber ein Stipendium in den USA an. Ich bin sehr dankbar, so einen wunderbaren Sohn zu haben!"

Weitere Elternberichte, aktuelle Studien zum Thema und Erfahrungen von Entwicklungsexperten sind in der aktuellen Ausgabe zu finden, die hier direkte bestellt werden kann.