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Wann ist ein Neugeborenes ein "Frühchen"?

Normalerweise dauert eine Schwangerschaft ca. 40 Wochen. Wenn ein Baby vor der vollendeten 37. SSW geboren wird, dann ist es ein sogenannes "Frühchen".

Die meisten Frühgeborenen wiegen bei ihrer Geburt weniger als 2.500 Gramm. Das Erreichen der 23. SSW gilt in Deutschland als Grenze der Lebensfähigkeit von Frühgeborenen mit medizinischer Hilfe.

Abhängig von Geburtsgewicht und Schwangerschaftswoche wird zudem wie folgt unterschieden:

Späte Frühgeborene

Kinder, die zwischen der 34. und der 37. SSW zur Welt kommen, werden als sogenannete späte Frühgeborene (LPI = „late preterm infants") bezeichnet. Bezüglich Gewicht und Körpergröße unterscheiden sie sich von reifgeborenen Kind nur unwesentlich. Dennoch fehlt auch ihnen wertvolle Entwicklungszeit.

Frühgeborene mit sehr niedrigem Geburtsgewicht

Als Frühgeborene mit sehr niedrigem Geburtsgewicht (VLBW = „very low birth weight infants") werden Babys bezeichnet, wenn sie weniger als 1.500 Gramm wiegen. Sie kommen meist vor der 32. SSW zur Welt. In 2014 waren das 9.086 Kinder.

Frühgeborene mit extrem niedriges Geburtsgewicht

Frühgeborene mit extrem niedrigem Geburtsgewicht (ELBW = „extremely low birth weight infants") wiegen anfangs weniger als 1.000 Gramm und werden in der Regel vor der 29. SSW geboren.

Zahlen und Fakten für Deutschland

Im Jahr 2014 wurden insgesamt 62.482 Kinder zu früh geboren. Damit sind Frühgeborene die größte Kinderpatientengruppe in Deutschland. 794 Kinder wogen bei ihrer zu frühen Geburt weniger als 500 Gramm. Die Überlebenswahrscheinlichkeit betrug 50,5 Prozent. In der Gewichtsklasse zwischen 1000 Gramm und 1500 Gramm lag die Überlebenswahrscheinlichkeit bereits bei 92,5 Prozent. Die Mehrzahl der Frühgeborenen, nämlich 51.674 Kinder, kam zwischen der 32. und der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. 

Quelle: BQS-Länderauswertung Geburtshilfe 2014

Auslöser für eine zu frühe Geburt

Für eine zu frühe Geburt kommen sowohl körperliche als auch psychische Ursachen in Betracht. Nicht selten bedingen sie sich gegenseitig. Auch der sozialen und wirtschaftlichen Situation einer werdenden Mutter kommt eine große Bedeutung zu. Stress, psychische Belastungen, Ängste machen den Körper anfällig für Infektionen und Krankheiten und können eine Frühgeburt auslösen.

Ein wichtiger körperlicher Faktor, der meist unmittelbar mit der allgemeinen Lebenssituation einer Frau verbunden ist, ist Alkohol- und Nikotinkonsum. Er gefährdet die Entwicklung des Kindes auf vielfältige Weise und bedeutet ein hohes Risiko für eine Frühgeburt. Der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten ist demnach eine wichtige Voraussetzung für die Senkung des Risikos einer Frühgeburt und der vorgeburtlichen Belastung oder gar Schädigung des Kindes. Auch krankhaftes Übergewicht kann eine Ursache für Frühgeburten sein.