Dachverband für Selbsthilfeinitiativen und Fördervereine

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Geschwister-Seite

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UMGANG MIT GESCHWISTERN

Für ältere Geschwister bedeutet die Geburt eines Bruders oder einer Schwester immer eine große Veränderung. Plötzlich gibt es da noch jemanden, mit dem sie sich die Eltern teilen müssen und der ganz viel Zeit in Anspruch nimmt. Wenn es sich bei dem neuen Familienmitglied zudem um ein Frühgeborenes handelt, das anfangs intensivmedizinisch behandelt werden muss, dann fühlen sich Geschwister schnell zurückgesetzt. Die Eltern werden situationsbedingt nun sehr viel Zeit in der Klinik verbringen.

Nicht auf allen neonatologischen Stationen ist der uneingeschränkte Besuch von älteren Geschwistern möglich. Daher müssen Eltern in dieser Situation besonders darauf achten, dass ihre "Großen" nicht zu kurz kommen. Vor allem kleinere Kinder tun sich schwer damit, die Situation zu begreifen und zu verarbeiten, wenn sie das neue Geschwisterchen anfangs nicht gleich besuchen dürfen. Fotos können dazu beitragen, dass zu dem unbekannten Wesen in der Klinik ein Bezug entsteht. Kleine Kinder orientieren sich noch sehr stark an der Stimmungslage der Eltern, da sie verunsichernde Situationen nur unzureichend erfassen können. Aufgrund dessen ist es wichtig, den Geschwisterkindern die neue Situation zu erklären und sie mit einzubeziehen. Im besten Fall dürfen sie den neuen Bruder oder die neue Schwester mit den Eltern in der Klinik besuchen und dort auch mit ihm/ihr känguruhen.

Zu einem besseren Verständis der anfänglichen Akutphase möchte auch die unlängst veröffentliche App des Bundesverbandes mit dem Titel "Hallo Frühchen" beitragen. Sie richtet sich an Geschwister im Vorschulalter und hat das Thema Frühgeburt kindgerecht aufgearbeitet. Ausführliche Infos zu diesem Projekt sind hier zu finden.