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Kleine Helden - große Helfer: Muttermilch ist Medizin!

Kleine Helden - große Helfer: Muttermilch ist Medizin!

Gemeinsam für optimale Lebenschancen von Frühgeborenen

Kampagne rückt im Juli „Muttermilch“ in den Fokus – Muttermilch ist Medizin!

Frankfurt. Es ist kein Geheimnis, dass die Ernährung grundlegenden Einfluss auf die Gesundheit und Entwicklung eines Kindes hat – viel mehr noch, wenn es um Frühgeborene und kranke Neugeborene geht. „Muttermilch ist für diese Kinder nicht nur Ernährung, sondern sogar überlebenswichtig - erwiesenermaßen. Also, je höher der Anteil von Muttermilch an der Ernährung, desto besser“, macht Dr. Corinna Gebauer, Oberärztin der Neonatologie am Universitätsklinikum Leipzig, ärztliche Leiterin der Frauenmilchbank Leipzig und Mitglied des Boards der EMBA (European Milk Bank Association), deutlich. 

Um auf die Bedeutung von Muttermilch für Frühgeborene aufmerksam zu machen, war es der Oberärztin ein besonderes Anliegen, sich an der noch jungen bundesweiten Kampagne „Kleine Helden – große Helfer“ zu beteiligen, die sich auf verschiedenen Ebenen für optimale Lebenschancen von Frühgeborenen einsetzt. 

Diese Kinder sind in der Regel nicht krank, sondern hauptsächlich unreif und daher auf eine optimale Umgebung angewiesen. Dazu zählen verschiedene Faktoren, so ist neben der besten medizinischen Versorgung auch ein stabiles familiäres Umfeld wesentliche Voraussetzung für ihre möglichst gesunde Entwicklung. „Wir wollen gemeinsam mit Partnern und medizinischen Einrichtungen rund um das Thema Frühgeburt unterstützend tätig werden und auf die besonderen Herausforderungen bei der Versorgung von Frühgeborenen aufmerksam machen“, erklärt Barbara Grieb, die Vorsitzende des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e.V., den Hintergrund der Kampagne, die erst kürzlich angelaufen ist. 

 

Muttermilch ist mehr als Nahrung – sie ist zugleich Medizin und Signalstoff!

Vorrangiges Ziel sei es, alle Frühgeborenen und kranken Neugeborenen möglichst umgehend und den aktuellen Ernährungsempfehlungen der World Health Organization (WHO) für Neugeborene entsprechend langfristig mit der Milch der eigenen Mutter zu versorgen. 

Die Schutzfunktionen für Frühgeborene sind durch die Gabe von Muttermilch enorm! „Eine einzigartige Mischung in der menschlichen Milch schützt die Kinder in der kritischen Phase nach Geburt vor Infektionen, Sepsis und Erkrankungen des Darms. Zudem hat Muttermilch einen langfristig positiven Effekt auf die neurologische Entwicklung und stellt einen Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen im späteren Leben dar“, so Gebauer weiter. Im Gegensatz zu industriell hergestellter Milch enthält Muttermilch neben wichtigen Nährstoffen (Mineralstoffen, Laktose, Fett, Protein), hundert weitere Inhaltsstoffe, unter anderem Hormone, die das Verdauungssystem reifen lassen, Enzyme, die die Nahrungsverträglichkeit fördern, lebende Zellen (weiße Blutzellen und Stammzellen) oder auch präbiotische Moleküle und probiotische Bakterien – das macht Muttermilch einzigartig, als Nahrung, Medizin und Signalstoff! 

„Und sollte keine oder nicht genügend Milch der eigenen Mutter vorhanden sein, dann ist Spenderinnenmilch die nächste beste Option“, macht Dr. Susanne Herber-Jonat, Neonatologin am Universitätsklinikum Großhadern in München, mit Nachdruck deutlich. Auch die Einrichtung in der bayerischen Landeshauptstadt beteiligt sich an der Kampagne „Kleine Helden – große Helfer“, die unter anderem darauf abzielt, beispielgebende Modelle, wie eben das der Frauenmilchbank an der Uniklinik in Leipzig oder die Arbeit auf der Neointensiv am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität in München, auf eine Systemebene zu bringen, um optimale Lebenschancen für Frühgeborene flächendeckend zu fördern. 

 

Über ein halbes Jahr hinweg soll nun monatlich eine Kernbotschaft dargestellt und umfassend beleuchtet werden – im Juli ist es die „Muttermilch“. Weitere Themenschwerpunkte bilden die Kernbotschaften „Wir setzen auf vernetzen“, „Patientensicherheit“, „Qualifiziertes Team“ und „Zuhause auf Zeit“. Natürlich seien bundesweit alle auf dem Gebiet der Frühgeborenenversorgung aktiven Einrichtungen aufgerufen, sich an der Kampagne zu beteiligen und unter www.kleine-helden.org Einblicke in ihre wertvolle Arbeit zu gewähren. „Wir freuen uns über weitere  Beiträge, die deutlich machen, wie vielfältig Unterstützungs- und Hilfsangebote aussehen können“, erläutert die Bundesverbandsvorsitzende Barbara Grieb.

 

„Kleine Helden – große Helfer“ mündet im November in das interdisziplinär ausgerichtetes Vortrags- und Diskussionsveranstaltung Forum – „Das frühgeborene Kind 2017“ mit dem Titel „Kleine Helden – große Helfer“ rund um den Weltfrühgeborenentag am 17.11.2017. Das Forum wird anlässlich der Eröffnung des neuen Eltern-Baby-und Familienzentrums an der Kinderklinik Dritter Orden in Passau stattfinden.

 

 

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Die Kampagne „Kleine Helden – große Helfer“ wurde vom Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. in Kooperation mit der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GPNI) und der Süddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. initiiert. 

Unterstützt wird die Kampagne dabei von Medela Deutschland und der Kinderklinik Dritter Orden Passau. Weitere Förderer sind das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, sowie die Chiesi GmbH und AbbVie Deutschland GmbH. 

 

 

Pressekontakt:

Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V.

Katarina Eglin

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel: 0151/70149202

Mail: pr@fruehgeborene.de

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