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neo(t)räume®

neo(t)räume®

Entwicklung eines webbasierten Informationsportals zur Optimierung der räumlichen Situation auf neonatologischen Intensivstationen. 

Das Projekt neo(t)räume®

Die optimale intensivmedizinische Versorgung von zu früh oder krank geborenen Kindern spielt eine wesentliche Rolle für das gesunde Überleben der kleinen Patienten. Neben fachlichem Know-How von Ärzten und Pflegeteam kommt dabei nachweislich auch der räumlichen Entwicklungsumgebung der Kinder eine maßgebliche Bedeutung zu.

Für Eltern ist die anfängliche medizinische Notwendigkeit des Aufenthaltes auf einer Neointensivstation des eigenen Kindes eine große destabilisierende emotionale Belastung. Plötzlich finden sie sich in einer von medizinischen Geräten
dominierten, oftmals beengten Umgebung wieder, die so gar nicht nach erstem Kinderzimmer aussieht und wenig einladend wirkt.

Während in der Vergangenheit der Aufenthalt von Eltern auf vielen Stationen nur zu bestimmten Besuchszeiten möglich war, hat sich mittlerweile ein unaufhaltsamer Wandel vollzogen, der Mutter und Vater in ihrer neuen Rolle als Eltern eines Frühchens oder kranken Kindes unterstützen und stärken will. Im besten Fall werden sie daher vom ersten Tag an in die Betreuung und Pflege ihrer Kinder aktiv eingebunden und sind rund um die Uhr auf der Station willkommen. Doch ein solches Angebot lässt sich für alle an der Versorgung von Frühgeborenen während der Akutphase Beteiligten nur zufriedenstellend realisieren, wenn es genügend Raum gibt, um ein reibungsloses Miteinander zu ermöglichen. Daran mangelt es jedoch zurzeit noch in vielen Kliniken.

Bedarfsgerechte Planung

Genau hier setzt das Projekt neo(t)räume® an, denn oftmals fehlt es an einem Dialog zwischen den mit Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen beauftragten Planern und den einzelnen Zielgruppen, was nicht selten dazu führt, dass die durchgeführten Neuerungen schlichtweg nicht bedarfsgerecht erfolgen. Das kann massive, im Planungsstadium aber noch vermeidbare, Einschränkungen und Belastungen für alle Beteiligten verursachen, die sich nur sehr kostenintensiv wieder korrigieren lassen und damit oftmals nicht kurzfristig behoben werden können. Dieser Problematik möchten wir mit dem innovativen Projekt neo(t)räume® nachhaltig begegnen.

Wir freuen uns sehr darüber, dass wir dabei kompetent von einem interdisziplinären Projektbeirat unterstützt werden, der die fachliche Seite aus Sicht von Ärzteschaft, Pflegeteam und Elternberatung repräsentiert, denn eine bedarfsgerechte Konzeption kann natürlich nur dann erfolgen, wenn die Bedürfnisse aller an der Versorgung von Frühgeborenen oder kranken Neugeborenen Beteiligten berücksichtigt werden und in die Planung mit einfließen.

Dazu gehört neben der optimalen Entwicklungs- und Behandlungsumgebung für die Kinder und einem Lebensraum für die nächsten Angehörigen der kleinen Patienten auch genügend Platz für die Bedürfnisse von Ärzten und Pflegeteam, sowohl für Dialog und Austausch als auch für Rückzugsmöglichkeiten. Zudem erleichtert auch eine optimierte Anordnung von unterschiedlichen Bereichen wie Aufenthalts- und Ruhezonen, Behandlungsräumen, Patientenzimmern, Lager- und Stauraum den täglichen Umgang miteinander.

Ein ideales Raumkonzept allein kann nur das Grundgerüst sein. Insofern steht auch eine optimierte und detaillierte räumliche Ausgestaltung im Fokus dieses Projektes. Für die fachliche Umsetzung „unserer“ neo(t)räume® konnten wir ein junges Kreativteam aus den Bereichen Architektur, Webdesign, Grafik und Illustration verpflichten.

Der Weg vom fiktionalen Traum zum realen Raum ist manchmal kürzer als gedacht, vor allem wenn wir ihn gemeinsam zum Wohle aller Beteiligten gehen.

Für die maßgebliche Unterstützung dieses Projekts bedanken wir uns an dieser Stelle sehr herzlich bei folgenden Sponsoren:
KKH Kaufmännische Krankenkasse
Medela GmbH
Chiesi GmbH