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ÜberLeben - Von zu früh geborenen Kindern

ÜberLeben - Von zu früh geborenen Kindern

ÜberLeben - Von zu früh geborenen Kindern

Ein Projekt des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind" e.V. in Kooperation mit der „Qualitätsinitiative - Niedersächsischer Verein zur Förderung der Qualität im Gesundheitswesen e.V." und dem „Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen" der Ärztekammer Niedersachsen.

Terminplan der Wanderausstellung

Über|Leben - Von zu früh geborenen Kindern

Fotodokumentation über das Leben von zu früh geborenen Kindern während der Akutphase auf einer neonatologischen Intensivstation.

Diese Kinder, die alle vor der 28. SSW (Schwangerschaftswoche) geboren wurden, stehen stellvertretend für jährlich ca. 3.500 Kinder in Deutschland, die als sog. Extremfrühchen das Licht der Welt erblicken. Die Lebensumstände dieser zarten Wesen haben mit denen eines nach 40 SSW reif geborenen Säuglings wenig gemeinsam. Es fehlt ihnen wertvolle Entwicklungszeit im schützenden Bauch der Mutter. Während reif geborene Kinder in dieser Phase noch unberührt sind, müssen sich Extremfrühchen bereits mit Sinnesreizen wie Schmerz, Licht, Lärm und Schwerkraft auseinandersetzen, ohne dass ihr noch unterentwickeltes Gehirn zu einer adäquaten Verarbeitung dieser Reize in der Lage wäre. Atmen und das Verdauen von Nahrung sind besondere Herausforderungen für sehr unreife Kinder, mit denen ein Neugeborenes normalerweise erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt konfrontiert wird. Nicht jedes Extremfrühchen übersteht die schwierige Anfangsphase auf der Intensivstation unbeschadet. Der mögliche Tod und drohende Behinderungen sind emotional sehr belastende Perspektiven für die Eltern dieser Kinder.

Der Hamburger Fotograf Walter Schels hat sich behutsam mit dieser sensiblen und problematischen Lebensphase der Kinder auf einer Hamburger Intensivstation auseinandergesetzt. Einfühlsam begleitete er bereits vor Jahren todkranke Menschen in deren letzten Stunden mit der Kamera. Insofern sind ihm Grenzbereiche zwischen Leben und Tod nicht fremd. Entstanden sind ausdrucksstarke Portraits von kleinen Kämpfern, die wohl keinen Betrachter unberührt lassen. Geplant sind weitere Aufnahmen der Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren. So wird die Ausstellung mit ihren kleinen Protagonisten wachsen, um zu veranschaulichen, dass das Thema Frühgeburt gerade bei sehr kleinen Frühgeborenen für die betroffenen Familien nicht mit der Entlassung aus der Akutphase auf einer neonatologischen Intensivstation endet und aufgrund dessen auch nicht aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden darf.