Kein erhöhtes Risiko für Entwicklungsstörungen durch Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft

Nachdem der amtierende US-Gesundheitsminister Kennedy mit kritischen Äußerungen zu Impfungen weltweit für Irritationen gesorgt hat, meldete sich unlängst auch Präsident Trump mit unbelegten Behauptungen zu Wort, was die Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft betrifft. Dem widersprechen nun jüngst veröffentlichte Studienergebnisse: Wer in der Schwangerschaft Paracetamol einnimmt, erhöht nicht das Risiko für Autismus-Spektrum-Störungen, ADHS oder intellektuelle Beeinträchtigungen für sein Kind.

Für die Studie, die in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet publiziert wurde, haben Forschende unter der Leitung der University of London 43 bereits veröffentlichte Arbeiten systematisch analysiert. Sie werteten die Chancen aus, mit denen Kinder eine der Krankheiten entwickelten, wenn die Mutter Paracetamol bzw. kein Paracetamol in der Schwangerschaft eingenommen hat. Von besonderem Interesse waren Konstellationen, in denen Mütter bei einem Geschwisterkind Paracetamol eingenommen hatte und bei einem nicht, denn in diesen Fällen können andere beeinflussende Faktoren, wie genetische Komponenten, eher ausgeschlossen werden.

Quelle:https://www.spiegel.de/wissenschaft/paracetamol-in-der-schwangerschaft-erhoeht-nicht-das-risiko-fuer-neuronale-entwicklungsstoerungen-a-99a3d722-5b17-4ad4-b0ff-184c73724b50