Unsere Botschafter

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SEBASTIAN FITZEK

Normalerweise spannt Sebastian Fitzek regelmäßig ein Millionenpublikum mit seinen Psychothrillern auf die Folter. Seit 2006 hält er seine Leser in Atem und sorgt immer wieder aufs Neue für fesselnden Nervenkitzel bei einer stetig wachsenden Fangemeinde. Seine Gesamtauflage liegt bei rund 7 Millionen verkauften Büchern weltweit. Auch erste Filmrechte an seinen Büchern wurden bereits verkauft. Damit ist er einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller. Fitzeks Werke wurden bisher in 20 Sprachen übersetzt. Als einer von wenigen deutschen Thrillerautoren wird er auch in England und den USA verlegt. 

Für Nervenkitzel der ganz anderen Art sorgte der jüngster Sohn des Schriftstellers im Sommer des Jahres 2013. Er kam als sogenanntes Frühchen 11 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt. Damit kennt Fitzek den emotionalen Ausnahmezustand von Eltern nach der vorzeitigen Geburt ihres Kindes aus eigener Erfahrung nur zu gut. Die plötzliche Konfrontation mit dem eigenen Kind auf einer hochtechnisierten Intensivstation ist für die meisten Familien erstmal ein Schock. Sohn Felix hat die anfänglichen Turbulenzen mittlerweile gut überstanden und konnte nach langen Wochen aus der Kinderklinik nach Hause entlassen werden. „Wir sind unglaublich froh und dankbar, dass bei uns alles so gut gelaufen ist“, sagt Fitzek rückblickend. Doch ihm ist auch bewusst, dass nicht alle Familien das Glück haben, nach der vorzeitigen Geburt mit  einem gesunden Kind nach Hause gehen zu dürfen.

„Wie die meisten Eltern in Deutschland war auch ich sorglos und unwissend und habe mich mit dem Thema „Frühgeburten“ nur unzureichend beschäftigt. Nur durch einen großen, glücklichen Zufall kam unser Felix im richtigen Krankenhaus zur Welt, mit einer hervorragend ausgestatteten Neonatologie, wo die Ärzte und Schwestern auf die Behandlung von Kindern eingestellt sind, die mehrere Monate zu früh das Licht der Welt erblicken. Den großen Schreck und die wochenlange Sorge, die Eltern von Frühgeborenen durchleiden, kann ihnen kaum jemand nehmen. Hier engagiert sich der Verband „Das frühgeborene Kind“ e.V. für mehr Familienorientierung und eine entwicklungsfördernde Betreuung der Allerkleinsten, dessen Arbeit ich als unmittelbar Betroffener und Botschafter mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln sehr gerne unterstützen will.“

 

 

EVI SACHENBACHER-STEHLE

Auch Evi Sachenbacher-Stehle ist mit dem Thema Frühgeborene vertraut. Sie selbst kam als sogenanntes Frühchen 1980 zur Welt und hat den Alltag ihrer Eltern damit gehörig auf den Kopf gestellt. Zu welchen Höchstleistungen man nach dem gewonnenen Kampf um sein gesundes Überleben fähig ist, hat Evi später im Laufe einer tollen Karriere als Spitzensportlerin im Wintersport eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Als Langläuferin und Biatlethin errang sie diverse Medallien in Einzel- und Staffelwettbewerben bei Olympischen Winterspielen, Weltcups und Deutschen Meisterschaften. Ihre aktive Karriere hat sie 2014 beendet. 

„Das Thema Frühchen hat für mich eine besondere Bedeutung, da ich selbst zu früh geboren wurde. Ich kam zwei Monate vor dem Geburtstermin auf die Welt, für damalige Verhältnisse war das viel zu früh. Entsprechend kritisch schätzten die Ärzte meine Chancen ein, gesund zu werden. Es war nicht sicher, ob ich es überhaupt schaffen würde. Gott sei Dank bin ich heute aber quicklebendig. Als Kind war ich kleiner und dünner als andere Mädchen in meinem Alter, aber das hat sich im Laufe der Zeit zum Glück relativiert. Und heute denke ich manchmal, dass mir dieser Kampf so früh in meinem Leben vielleicht sogar hilft im Leistungssport, da er mich zäher und stärker gemacht hat. Seit meiner Geburt hat sich in der Frühgeborenenmedizin glücklicherweise sehr viel getan, heute kann noch viel mehr Kindern geholfen werden. Deshalb ist die Arbeit von „Das frühgeborene Kind“ auch so wichtig – denn jedes Kind, das am Leben bleiben und gesund werden kann, ist ein Geschenk.“