Gäbe es keine Hebammen, diese Welt wäre ein schlechter Ort.

Hebammen

Die Hebammenbegleitung ist eine wichtige und niedrigschwellige Unterstützung im Übergang von der anfänglichen stationären Versorgung ins häusliche Umfeld der Frühchen-Familie. Frühgeborene unterscheiden sich mitunter von reif geborenen Kindern, was die Toleranz des Umgebungswechsels betrifft. Themen wie Regulationsstörungen, Trinkschwäche oder Verdauungsprobleme des Kindes sowie eine hinter den Erwartungen zurückbleibende Gewichtsentwicklung können zur Herausforderung für betroffene Familien werden. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass Hebammen sich mit diesen Problemen auskennen, um den Familien mit hilfreichen Lösungsansätzen beratend zur Seite stehen zu können. 

Unsere Hotline-Team unterstützt auch professionellen Familienbegleiter:innen mit hilfreichen Tipps, wenn entsprechende Unsicherheiten und Fragen auftreten. Ausführliche Infos zu unserer kostenfreien Hotline für Deutschland und Österreich sind direkt über den entsprechenden Link am Ende dieser Seite zu finden.

Fortbildungsangebote

Wir arbeiten derzeit an einem Weiterbildungsmodul, das sich direkt an Hebammen richtet und den Blick für frühchenspezifische Besonderheiten schärfen sowie adäquate Unterstützungsstrategien vermittteln möchte. Sie haben Interesse an einem solchen Angebot? Dann melden Sie sich doch am besten direkt für unseren Newsletter an. Damit bleiben Sie über neue Entwicklungen rund ums Thema ganz automatisch auf dem Laufenden.

Hilfreiche Fortbildungsangebote mit frühchenrelevanten Themen, die sich auch an Hebammen richten, bieten u.a. das Ausbildungszentrum für Laktation und Stillen sowie die Akademie Ottenstein. Mit beiden Organisationen arbeiten wir als Kooperationspartner:innen seit vielen Jahren zusammen.

Auch mit dem Deutschen Hebammenverband DHV verbindet uns eine Kooperation. Zum wiederholten Male findet am 6. und 7. Oktober 2022 ein Fachtag Frühgeburt des DHV als Fortbildung für Hebammen statt - dieses Mal in Dresden. Erfahrene Referent:innen aus der neonatologischen Praxis klären über Besonderheiten in der Versorgung Frühgeborener auf. 

Internationaler Hebammentag am 5. Mai

Hier ist die Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes zum Internationalen Hebammentag zu finden.

 

Drohende Frühgeburt bei Schwangeren

Im Fall einer sich ankündigenden Frühgeburt, z.B. durch frühzeitige Wehentätigkeit, verkürzte Zervix, vorzeitiger Blasensprung und ähnlicher Indikationen wird versucht, durch medizinische Maßnahmen -meist verbunden mit einem längeren Klinikaufenthalt der werdenden Mutter- die Schwangerschaft zu prolongieren und eine allzu frühe Frühgeburt zu verhindern. Was brauchen werdende Eltern in dieser Situation?

Hilfreich ist für sie das Wissen, ob man als Schwangere ggf. selbst Einfluss darauf haben könnte, Frühgeburtsbestrebungen hinaus zu zögern. Hierzu können wissenschaftlich erhobene Erkenntnisse aus der bindungsorientierten Schwangerenbegleitung hilfreich sein (s.Link). Sollte es dennoch zu einer Frühgeburt kommen, können den Eltern vorab angebotene Informationen über den möglichen Verlauf der Geburt und die dann vorgesehenen speziellen Versorgungskonzepte für Mutter und Kind etwas Sicherheit und Orientierung vermitteln. Hierzu werden derzeit an vielen Perinatalzentren interdisziplinäre Pränatalvisiten etabliert, um Schwangere und ihre Partner:innen detailliert aufzuklären und sie durch die Situation einer drohenden Frühgeburt mit kompetenten Information und Fürsorge zu begleiten.  

Hilfreiche Patient:innenaufklärung bietet in dieser Situation die kostenfreie Informationsschrift Frühgeburt - Was Sie als werdende Eltern wissen sollten der Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin in der DGGG e.V., der European Foundation for the Care of Newborn Infants EFCNI gemeinsam mit dem Bundesverband "Das frühgeborene Kind e.V. Sie ist angelehnt an die AWMF-Leitlinie 015-025  "Prävention und Therapie der Frühgeburt" und steht momentan lediglich als pdf zum Download zur Verfügung (s. Links unten)