Dachverband für Selbsthilfeinitiativen und Fördervereine

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Hotline: 0800 - 875 877 0 MO, DI, DO und FR täglich 9-13 Uhr und Mi 16 - 20 Uhr

Hebammenbetreuung

Hebammenbetreuung

Als freiberufliche Hebamme können Sie Frühchen und ihren Familien wertvolle Unterstützung und Begleitung bieten. Allerdings gestaltet sich die Kontaktaufnahme zu betroffenen Müttern mitunter schwierig. Der Frühgeburt gehen nicht selten komplikationsreiche Schwangerschaftswochen voraus, die einen stationären Aufenthalt erfordern. Damit sind derart betroffene Schwangere vorgeburtlich oftmals nicht mehr in der Lage, Kontakt zur niedergelassenen Hebamme für eine nachgeburtliche Betreuung aufzunehmen, um diese in Ruhe und unbeschwert persönlich kennenzulernen. 

Ist das Baby erst einmal auf der Welt, dann dreht sich meist alles um das kleine Sorgenkind. Auf die Idee, dass der Mutter selbst in der Zeit nach der Entbindung ein Anspruch auf Hebammenbetreuung zusteht, kommen viele Frauen zu diesem Zeitpunkt nicht. 

Wenn das Baby nach dem Klinikaufenthalt nach Hause kommt, dann wissen viele frischgebackene Frühchen-Mütter ebenfalls nicht, dass Hausbesuche durch eine niedergelassene Hebamme noch in Anspruch genommen werden können. Liegen doch nicht selten einige Wochen zwischen Geburt des Kindes und seiner Entlassung aus der Klinik.

Erschwerend kommt gerade nach langen Klinikaufenthalten eines Kindes hinzu, dass derart betroffene Mütter gar nicht in der Lage sind, ein solches HIlfsangebot der Hebammenbegleitung offen und aufgeschlossen anzunehmen. Haben sie doch häufig die Wochen im Krankenhaus als bevormunden und entmündigend empfunden und sind nun zunächst einmal froh elterliche Autonomie im häuslichen Umfeld erleben zu können. Das kann die Bereitschaft schmälern, sich erneut auf zunächst Fremde in den eigenen vier Wänden einzulassen. 

Darüber hinaus melden uns insbesondere Mütter von anfangs extrem unreifen Frühgeborenen zurück, dass ihnen die Hebammenbegleitung nicht wirklich weitergeholfen hat, möglicherweise sogar als zusätzlich verunsichernd erlebt wurde, wenn es um unzureichende Trinkmengen oder Gewichtszunahme des Kindes und Stillprobleme ging. Auch kommt es nach Rückmeldung von manchen Müttern immer wieder vor, dass angefragte Hebammen eine Begleitung des Kindes nach der Entlassung bspw. aufgrund der extremen Frühgeburtlichkeit ablehnen. Mit den Besonderheiten von derart kleinen Frühgeborenen kenne man sich schlichtweg nicht aus.

Gut zu wissen!

Die Hotline-Beraterinnen des Verbandes stehen nicht nur betroffenen Frühchen-Familien bei Fragen und Unsicherheiten zur Seite. Auch für Fragen von Begleiterinnen der Familien ist das Team jederzeit ansprechbar und kann oft bereits direkt wertvolle Tipps und weiterführende Kontakte vermitteln. Darüber hinaus setzt sich der Verband in Kooperation mit dem Deutschen Hebammenverband dafür ein, dass das Thema Frühgeborene und damit verbundene Besonderheiten zukünftig in entsprechenden Fortbildungsmodulen für professionelle Familienbegleiterinnen aufbereitet und regelmäßig vertiefend angeboten werden.