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Elterngeldreform – Nachteilsausgleich für Frühchen-Eltern

Elterngeldreform – Nachteilsausgleich für Frühchen-Eltern

Bisher hatten komplexe Verrechnungsregeln zwischen Mutterschaftsgeld-Leistungen und Elterngeld-Monaten im Ergebnis dazu geführt, dass vor allem Eltern von anfangs sehr unreifen Kindern wertvolle Familienzeit verloren ging. Zumal sich die Elterngeld-Laufzeit am tatsächlichen und nicht am korrigierten Alter der Kinder orientiert hat.

Diesen Missstand hatte der Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. bereits 2008 im Rahmen einer Petition aufgezeigt, die damals allerdings noch abschlägig beschieden wurde. Dennoch hat sich der Verband gemeinsam mit dem Netzwerk Neonatologie weiterhin beharrlich über Jahre für das Thema Elterngeldreform eingesetzt und ist nun über die aktuelle Beschlussfassung des Familienausschusses hocherfreut. 

„Das Thema liegt uns als Verband besonders am Herzen, weil die Zeit im häuslichen Umfeld einen enormen Stellenwert in der Bindungsphase vieler betroffenen Familien hat. Die anfängliche Situation in der Kinderklinik ist von vielen Belastungen, Unsicherheiten und Ängsten geprägt. Eltern und Kinder starten erst mit wochen- oder gar monatelanger Verspätung in ein eigenverantwortliches Familienleben zu Hause. Dort fehlte dann die bereits in der Klinik verstrichene Elternzeit“, schildert Vorstandsvorsitzende Barbara Mitschdörfer die bisherige Situation. "Wir sind sehr dankbar und erleichtert, dass dieser benachteiligende Umstand nun endlich auch von den Verantwortlichen in der Politik als solcher gesehen und mit der neuen Regelung aus der Welt geschafft wird."

In Kraft treten soll das Gesetz am 1. September 2021, sofern der Bundesrat zustimmt.

Nachtrag: am 12.02.2021 stimmte der Bundesrat dieser Gesetzesänderung zu. Damit kommen die Eltern frühgeborener Kinder, deren Kind ab dem 1.9.2021 mind. 6 Wochen zu früh zur Welt kommt, in den Genuss der erweiterten Elternzeit.

 

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