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Elterngeldreform: Nachteilsausgleich für Frühchen-Familien?

Elterngeldreform: Nachteilsausgleich für Frühchen-Familien?

Stellungnahme zum aktuellen Referentenentwurf bzgl. des Elterngeldes

Politik greift langjährige Forderungen des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e.V. auf: Mehr Elterngeld für Eltern frühgeborener Kinder geplant

Mit Freude hat der Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. den kürzlich vorgelegten Referentenentwurf des Bundesfamilienministeriums für eine Elterngeldreform zur Kenntnis genommen. Eltern von Kindern, die mindestens sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt gekommen sind, sollen künftig einen Monat länger Elterngeld bekommen. 

Damit greift das Bundesfamilienministerium eine langjährige politische Forderung des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e.V. auf. Bereits seit 2008 setzt sich der Verband dafür ein, die Benachteiligung von Familien mit Frühgeborenen bei dem Bezug von Elterngeld zu beseitigen. 

Ausführliche Informationen zu diesen Nachteilen sind auf der Webseite des Verbandes (www.fruehgeborene.de) unter dem Stichwort „Petition Elterngeld“ zu finden. 

Der aktuell vorliegende Referentenentwurf sieht Änderungen vor, die deutlich machen, dass die Politik die dringende Notwendigkeit einer Anpassung des Bezugszeitraums für Frühchen-Eltern endlich anerkennt.

Der Referentenentwurf beinhaltet u.a., dass Eltern, deren Kinder als Frühgeborene mindestens sechs Wochen vor dem anfangs errechneten Entbindungstermin geboren wurden, einen weiteren Basiselterngeldmonat bzw. zwei weitere Elterngeld Plus-Monate erhalten sollen.

Mit der Verlängerung des Bezugszeitraums um einen Monat geht der aktuelle Änderungsvorschlag aus Sicht des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e.V nun einen ersten wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig lässt der Entwurf allerdings notwendige Anpassungen unadressiert, die für eine Beseitigung der Benachteiligung von Frühcheneltern dringend notwendig sind.  

Der Bundesverband wird den nun beginnenden Gesetzgebungsprozess intensiv begleiten und sich im Austausch mit den beteiligten Akteuren dafür einsetzen, dass die geplante Reform den geforderten Nachteilsausgleich noch besser berücksichtigen wird. 

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