Dachverband für Selbsthilfeinitiativen und Fördervereine

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Jubiläumsfeier - BV DfK

Jubiläumsfeier - BV DfK

Angereist waren neben Gründungsmitgliedern aus dem Jahr 1992 und ehemaligen sowie aktiven Vorstandsmitgliedern, Kooperationspartner, Vertreter und Vertreterinnen aus Politik, Medizin und Pflege, Betroffene, Mitglieder, Freunde und Förderer sowie Sponsoren aus dem ganzen Bundesgebiet. Sie wurden pünktlich um 19.00 von der Vorstandsvorsitzenden Barbara Mitschdörfer und Moderator Rudy C. Meidl begrüßt, der routiniert und charmant durch das weitere Programm führte.

In Ihrer Begrüßungsrede stellte Barbara Mitschdörfer die bereits erreichten Ziele des Verbandes vor und betonte in Anbetracht der zukünftigen Herausforderungen, wie wichtig das gemeinsame Zusammenwirken aller an der Versorgung von Frühgeborenen Beteiligten ist, um diese Herausforderungen bestmöglich bewältigen zu können.

Auch Gründungsmitglied Dr. Friedrich Porz und der Botschafter des Verbandes Sebastian Fitzek hießen die Gäste des Abends mit persönlichen Worten herzlich willkommen und brachten Ihre Verbundenheit mit der Arbeit des Vereins zum Ausdruck. 

Als maßgeblicher Initiator der Gründung des Bundesverbandes wusste Dr. Porz in der Rückschau eine insgesamt sehr erfreuliche Bilanz zu ziehen. Das betrifft insbesondere die letzten 10 Jahre der Aktivitäten, in denen viele Projekte erfolgreich angestoßen und umgesetzt werden konnten und der Verband als respektierte Stimme rund um die Versorgung der Allerkleinsten in Fachwelt und Politik zunehmend mehr Gehör findet.

In Vertretung der Schirmherrin des Abends, Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, begrüßte auch Petra Mackroth die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Festabends und versicherte den Anwesenden, dass sie sich in der kommenden Legislaturperiode in besonderem Maße für die Interessen der Allerkleinsten und ihrer Familien einsetzen wolle, zumal ihr die Sorgen und Nöte von Betroffenen aus eigener persönlicher Erfahrung vertraut seien. 

Im Anschluss daran vermittelte Prof. Dr. Christoph Bührer dem Publikum in seinem Festvortrag einen anschaulichen Überblick der Entwicklungen auf dem Gebiet der Frühgeborenenversorgung und berichtete über maßgebliche Meilensteine, was die Verbesserung der (Über-)Lebensqualität von Frühgeborenen betrifft. 

In der darauffolgenden Podiumsdiskussion, an der neben Prof. Dr. Bührer, Barbara Mitschdörfer und Sebastian Fitzek auch Margit Golfels, Leiterin der Koordinierungsstelle in Berlin des bundesweit aktiven Kindernetzwerks e.V. teilnahm, wurden die anstehende generalisierte Pflegereform, die Zentralisierung der Versorgung von kleinen Frühgeborenen, die Herausforderungen von Eltern mit pflegebedürftigen Kindern thematisiert und zum Teil kontrovers diskutiert. 

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die anschließende Auszeichnung von engagierten Menschen und Projekten rund um die Versorgung von Frühgeborenen. Bereits zum vierten Mal wurde PauLA, der Preis des Bundesverbandes für außergewöhnliche Leistungen zum Wohle der Allerkleinsten und ihrer Familien, im Beisein des Künstlers Rainer Kurka verliehen. Die kleine Tonskulptur wurde von ihm modelliert und zeigt ein frühgeborenes schlafendes Baby in Bauchlage auf einem kleinen Kissen. 

Die erste Preisträgerin des Abends war Simone Engelhardt vom Frühchenverein Heidelberg. Die zweifache Frühchenmutter erhielt die PauLA 2018 für ihre engagierte Begleitung von Familien frühgeborener Kinder im Umkreis von rund 50 km um Heidelberg, in Notfällen auch darüber hinaus. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie herausfordernd und belastend insbesondere Ernährungsprobleme im häuslichen Umfeld für betroffene Familien werden können. Aufgrund dessen hat sie sich in diesem Bereich weitergebildet und steht vor allem diesen Familien beratend und begleitend zur Seite. Für die Familien ein Glücksfall - für Simone Engelhardt eine erkennbare Herzensangelegenheit. 

Der zweite Preisträger des Abends war Prof. Dr. Matthias Keller, ärztlicher Direktor der Kinderklinik Dritter Orden in Passau, der die PauLA für das im vergangenen Jahr am Weltfrühgeborenentag im November eingeweihte Eltern-, Baby- und Familienzentrum in Passau erhielt. Dank seines persönlichen Engagements und einem motivierten Team an Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gelang es in kürzester Zeit, die neonatologische Station an der Kinderklinik nach familienfreundlichen und entwicklungsfördernden Aspekten so zu modernisieren, dass sie beeindruckende fortschrittliche Maßstäbe in Deutschland gesetzt hat. 

Der dritte Preisträger des Abends war Hans-Jürgen Wirthl, Vater von mittlerweile erwachsenen Zwillingstöchtern, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Früh- und Risikogeborene Kinder Rheinland-Pfalz e.V, und ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes. Er wurde für seinen langjährigen ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Allerkleinsten und ihrer Familien ausgezeichnet. Vor allem auf politischer Ebene ist Wirthl bereits seit vielen Jahren in diversen Gremien und Ausschüssen vertreten. Dieser Einsatz als Patientenvertreter hat maßgeblich dazu beigetragen, dass beispielsweise die psychosoziale Begleitung von betroffenen Familien zu einer verbindlichen Vorgabe für Perinatalzentren erklärt wurde, die Frühgeborene nachgeburtlich während der Akutphase in der Klinik versorgen.

Die PauLA Preisverleihung wurde von dem BioPharma Unternehmen AbbVie unterstützt. 

Danach konnten sich die Gäste am Flying Buffet stärken und in entspannter Atmosphäre austauschen, bevor der Berliner Frühchen-Vater und Comedian Yves Macak als „R-Zieher“ den Gästen einen unterhaltsamen Einblick in seinen beruflichen Alltag gewährte. In diesem ist er nicht nur regelmäßig mit unter massiven Trennungsproblemen leidenden „Helikopter“-Müttern konfrontiert, sondern muss sich beispielsweise auch mit auf biologisch-dynamische Ernährung fixierten Vätern herumplagen.

Sabine Leitner, dem Bundesverband seit Jahren eng verbunden und ehemalige stellvertretende Vorsitzende, überbrachte im Anschluss einen Spendenscheck in Höhe von 1.000 Euro, den das NF-Oldie-Star-Team dem Bundesverband im Rahmen eines Benefizturniers gegen den FC Bundestag in Berlin zugute kommen lies. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön! 

Der Abend klang mit bekannten Melodien französischer Chansons der Berliner Akkordeonspielerin Isabel Neuenfeldt zu fortgeschrittener Stunde aus und weckte bei vielen der Anwesenden, nach persönlicher Rückmeldung und den Eintragungen im Gästebuch zufolge, die Motivation auch zukünftig gemeinsam zusammenwirken zu wollen, um weitere Verbesserungen für Frühgeborene und kranke Neugeborene sowie ihrer Familien realisieren zu können.