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Niemals getrennt! Familie sein dürfen – von Anfang an

Niemals getrennt! Familie sein dürfen – von Anfang an

Aufgrund dieser Ergebnisse fordern die Europäische Stiftung und der Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. gemeinsam ein Umdenken, was die Corona-bedingten Einschnitte für betroffene Familien betrifft. Studien haben gezeigt, wie wichtig der möglichst enge Kontakt zwischen Eltern und Kindern nach der oftmals als traumatisch erlebten vorzeitigen Entbindung ist. Es gilt die  Eltern-Kind-Bindung maßgeblich zu unterstützen und zu fördern, damit die Eltern nach der, auch ohne Corona-Beschränkungen, belastenden Anfangszeit möglichst gestärkt und selbstsicher mit ihrem Kind ins häusliche Umfeld  entlassen werden können. 

Darüber hinaus appelliert der Verband an die versorgenden Einrichtungen, nicht nur den Zustand vor Corona wiederherzustellen, sondern sich generell möglichst flächendeckend weiter in Richtung Ausbau von familienzentrierten Konzepten zu engagieren. Bestenfalls können Mütter dann als Begleitperson, auch während der anfänglichen Akutphase, direkt mit aufgenommen werden, so wie das in anderen Bereichen der stationären Behandlung von Kindern bereits Standard ist. Erste wenige Kliniken in Deutschland erfüllen diese Anforderungen bereits. Von einer flächendeckenden Umsetzung der familienzentrierten Versorgungskonzepte ist man daher noch weit entfernt, weiß die Vorsitzende aus vielen Gesprächen mit Eltern, Klinikteams und -betreibern.

Unterstützung erhält der Verband mit dieser Forderung auch auf globaler Ebene. Das internationale Motto des diesjährigen Welt-Frühgeborenen-Tages lautet: Niemals getrennt. (siehe Foto oben).

Zudem gilt es die Situation der Väter stärker in den Blick zu nehmen. Ihre Mehrfachbelastung in Sorge um Mutter und Baby, nachgeburtlich zu erledigende bürokratische Aufgaben gegenüber Ämtern, Behörden und Krankenkassen, die alleinige Übernahme der Verantwortung für Haushalt und  eventuelle weitere Kinder der Familie kollidieren nicht selten mit den beruflichen Anforderungen. Das weiß auch Sebastian Behrens, zweifacher Frühchen-Vater und stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes aus eigener Erfahrung. In einer speziell für Frühchen-Väter von ihm ins Leben gerufenen facebook-Gruppe tauschen sich mittlerweile mehr als 550 Betroffene regelmäßig über ihre Sorgen und Nöte aus – Tendenz stetig steigend. 

Das bestärkt Behrens und den Verband in der Forderung nach einer speziellen Auszeit für betroffene Väter, in der sie den anstehenden Aufgaben gerecht werden können, ohne berufliche Existenzängste erleben zu müssen. „Hier ist familienpolitisches Handeln gefragt, mit der Zielsetzung, allen Eltern in einer solchen Extremsituation gerecht zu werden und den Bewältigungsprozess der vielfältigen Anforderungen rund um die zu frühe Geburt eines Kindes bestmöglich zu unterstützen,“ fasst Vorstandsvorsitzende Barbara Mitschdörfer ihre Erwartungshaltung an die politisch Verantwortlichen zusammen.

Der Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. vertritt seit 1992 deutschlandweit die Interessen von betroffenen Frühchen-Familien. Er setzt sich unter Anderem für eine optimierte Versorgung der Kinder während der anfänglichen Akutphase in der Klinik ein. Mehr Infos unter www.fruehgeborene.de

Pressekontakt: Katarina Eglin | Mail: pr@fruehgeborene.de | Mobil: +49 (0)160 5209666

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