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Prominenter Unterstützer Sebastian Fitzek

Prominenter Unterstützer Sebastian Fitzek

17.11. Frankfurt/Berlin Der Schriftsteller und Journalist Sebastian Fitzek aus Berlin übernimmt anlässlich des Weltfrühgeborenentages die Schirmherrschaft des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e.V., der Dachorganisation von Elterninitiativen und Fördervereinen für Frühgeborene und kranke Neugeborene in Deutschland.

Normalerweise spannt Sebastian Fitzek regelmäßig ein Millionenpublikum mit Titeln wie „Der Augensammler“, „Das Kind“ oder „Abgeschnitten“ auf die Folter. Seit 2006 hält er Leser auf der ganzen Welt  mit seinen Psychothrillern in Atem und sorgt immer wieder aufs Neue für fesselnden Nervenkitzel bei einer stetig wachsenden Fangemeinde. Seine Gesamtauflage liegt bei rund 7 Millionen verkauften Büchern weltweit. Auch erste Filmrechte an seinen Büchern wurden bereits verkauft. Damit ist er einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller. Fitzeks Werke wurden bisher in 20 Sprachen übersetzt. Als einer von wenigen deutschen Thrillerautoren wird er auch in England und den USA verlegt. 

Für Nervenkitzel der ganz anderen Art sorgte unlängst der jüngste Sohn des Autors. Dieser kam im Juni diesen Jahres als sogenanntes Frühchen 11 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt. Daher kennt Fitzek den emotionalen Ausnahmezustand von Eltern nach der vorzeitigen Geburt ihres Kindes aus eigener Erfahrung nur zu gut. Die plötzliche Konfrontation mit dem eigenen Kind auf einer befremdlichen, hochtechnisierten Intensivstation ist für die meisten Familien erst mal ein Schock. Sohn Felix hat die anfänglichen Turbulenzen mittlerweile gut überstanden und konnte nach 6 ½ Wochen aus der Klinik für Neonatologie nach Hause entlassen werden. „Wir sind unglaublich froh und dankbar, dass bei uns alles so gut gelaufen ist“, sagt Fitzek rückblickend. Doch ihm ist auch bewusst, dass nicht alle Frühchenfamilien das Glück haben, mit  einem gesunden Kind nach Hause gehen zu dürfen. 

Aufgrund dessen zögerte Fitzek auch nicht, als der Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. ihn um Unterstützung als weiteren Schirmherren neben Achim Winter, ebenfalls betroffener Frühchenvater und ZDF-Moderator aus Frankfurt, bat. „Gerne bin ich bereit, auf diese Weise das Thema Frühgeborene ein Stück weit mehr in den öffentlichen Fokus zu rücken“, so Fitzek.    

Heute können bereits Kinder überleben, die bei der Geburt nur 500 Gramm wogen und nach weniger als 24 Schwangerschaftswochen geboren wurden. Die Chancen auf ein gesundes Überleben dieser kleinen Hochrisikopatienten hängen allerdings entscheidend vom Grad ihrer Unreife ab. Auch die medizinischen und pflegerischen Erfahrungen im Umgang mit den Allerkleinsten spielen eine wichtige Rolle dafür, wie sie die schwierige Anfangszeit überstehen. „Das statistische Risiko für dauerhafte Beeinträchtigungen ist bei den sogenannten Extremfrühchen besonders hoch“, berichtet Prof. Dr. Christoph Bührer, Leiter der Klinik für Neonatologie an der Berliner Charité, wo auch Fitzeks kleiner Sohn nach der zu frühen Geburt betreut wurde.

Doch faktisch sind nicht nur Extremfrühchen von den Folgen der zu frühen Geburt betroffen. Hans-Jürgen Wirthl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e.V., ist selbst Frühchenvater von Zwillingstöchtern. Seine Begegnung mit betroffenen Familien, Ärzten und Therapeuten macht deutlich, dass viele zunächst vermeintlich unauffällige Kinder auch langfristig mit Problemen zu kämpfen haben, die sich oftmals erst in der Schule offenbaren. Aufmerksamkeitsdefizit, Lese-Rechtschreibschwäche, Probleme beim Rechnen werden nicht selten zur Belastung für die gesamte Familie.    

In Deutschland kommen jährlich knapp 60.000 Kinder als Frühgeborene, d.h. nach einer Schwangerschaftsdauer von weniger als 37 (von eigentlich 40) Wochen zur Welt. Damit sind die „Frühchen“ die größte Kinderpatientengruppe Deutschlands. Dennoch entspricht die gesellschaftliche Wahrnehmung der Problematiken rund um das Thema Frühgeburt nicht ihrem tatsächlichen Ausmaß. Aufgrund dessen findet jährlich am 17.11. ein weltweiter Aktionstag statt, an dem auf allen Kontinenten auf die Situation von Frühgeborenen und ihren Familien aufmerksam gemacht werden soll.

Informationen zum Bundesverband 

Der Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. ist die Dachorganisation von Elterninitiativen und Vereinen in Deutsch­land, die sich für zu früh oder krank geborene Kinder einsetzen. Der Verband wurde im Jahre 1992 gegründet und hat in den vergangenen Jahren mit dazu beigetragen, dass sich die Versorgungssituation für zu früh und krank geborene Kinder, aber auch für ihre Familien zunehmend verbessert hat. Nähere Informationen zum Bundesverband: www.fruehgeborene.de sowie www.welt-fruehgeborenen-tag.de und zum Autor unter: www.sebastianfitzek.de

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