Dachverband für Selbsthilfeinitiativen und Fördervereine

Hotline

Hotline: 0800 - 875 877 0 MO, DI, DO und FR von 9 bis 12 Uhr, MI 16 bis 19 Uhr

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort!

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort!

Kompetente Versorgung der Allerkleinsten: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort!

Frankfurt, den 17.11.2019. Mit dieser Forderung richtet sich der Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. anlässlich des heutigen Welt-Frühgeborenen-Tages primär an alle Experten, die Schwangere betreuen.

Sobald sich Frühgeburtsbestrebungen abzeichnen, die einen stationären Aufenthalt der werdenden Mutter erforderlich machen, kommt es entscheidend darauf an, dass eine Klinik, die die werdende Mutter aufnimmt, auch in der Lage wäre, das Baby im Falle einer schnellen vorzeitigen Geburt umgehend kompetent zu versorgen

Faktisch liegen Schwangere mit Frühgeburtsbestrebungen vor der 30. SSW allerdings oft stationär in Kliniken, die das Kind bei zeitnaher Frühgeburt nachgeburtlich nicht versorgen dürfen und es deshalb in ein entsprechendes Kompetenzzentrum weiterverlegen müssen. 

Das ist vor allem für besonders unreife Kinder eine zusätzliche große Belastung. Der Transport in Hubschrauber oder Baby-Notarztwagen ist mit Stress für die kleinen Patienten verbunden und birgt vermeidbare gesundheitliche Risiken. 

Zudem trennen Mutter und Frühgeborenes nach der Verlegung oft viele Kilometer - eine weitere Belastung für alle Beteiligten, wie die Vorsitzende des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e.V., Barbara Mitschdörfer, aus eigener Erfahrung weiß. 

 „Wir sprechen hier nicht von akuten Notfällen, in denen schnelles Handeln gefragt ist, um Mutter und Kind zu retten, Das kommt natürlich auch vor,“ betont Mitschdörfer. In vielen Fällen liegen werdende Mütter aber wochen- oder gar monatelang mit vorzeitigen Wehen oder verkürztem Muttermund in Kliniken, die für eine Versorgung des potenziellen Frühchens bei einem jederzeit möglichen vorzeitigen Ende der Schwangerschaft gar nicht zuständig sind. 

Hier sehen auch die Fachgesellschaften GNPI und DGPM Optimierungspotenzial. Wenn Schwangere mit Frühgeburtsbestrebungen direkt in ein Zentrum eingewiesen werden, das ihrer Schwangerschaftswoche entsprechend ausgestattet ist, dann erspart das betroffenen Familien viele Belastungen und schließt nachgeburtliche transportbedingte Risiken aus, so die Überzeugung des Verbandes und der Experten.

Unterstützung erhält der Verband mit dieser Forderung auch auf globaler Ebene. Das internationale Motto des diesjährigen Welt-Frühgeborenen-Tages lautet: Born too Soon: Providing the right care, at the right time, in the right place. (siehe Foto rechts oben )

Schwangeren mit drohenden Frühgeburtsbestrebungen rät der Verband bei einer bevorstehenden stationären Aufnahme selbst zu erfragen, ob die Einrichtung auch in der Lage wäre, das Frühgeborene dem aktuellen Gestationsalter entsprechend zu versorgen. 

Schwangeren, die erst nach stationärer Aufnahme feststellen, dass dies nicht der Fall wäre, rät der Verband, sich umgehend in ein entsprechendes Kompetenzzentrum verlegen zu lassen, denn das erspart im Fall einer Frühgeburt den zusätzlich riskanten nachgeburtlichen Transport des Kindes.

Der Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. vertritt seit 1992 deutschlandweit die Interessen von betroffenen Frühchen-Familien. Er setzt sich unter Anderem für eine optimierte Versorgung der Kinder während der anfänglichen Akutphase in der Klinik ein.  

Mehr Infos unter www.fruehgeborene.de

 

Pressekontakt: Katarina Eglin

Mail: pr@fruehgeborene.de

Mobil: +49 (0)160 5209666

Datei